23.3.2021

Warum psychologische Sicherheit so wichtig für erfolgreiche Teams ist?

Studien haben es bewiesen: ohne Vertrauenund psychologische Sicherheit kann keine erfolgreiche Teamarbeit stattfinden. Sie ist quasi Grundvoraussetzung, Fundament und der berühmte Kitt, der alles zusammenhält und ermöglicht.

[#anchor1]Psychologische Sicherheit: Definition[#anchor1]

Psychologische Sicherheit ist die von den Teammitgliedern empfundene Sicherheit, so sein zu dürfen, wie sie sind. Keiner muss sich verstellen, jeder darf Fehler machen und bestimmte Risiken eingehen – und zwar ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Kurzum, jede:r kann sich der Rückendeckung der Kolleg:innen wie auch des Managements sicher sein.

Psychologische Sicherheit besteht aus drei konkreten Dimensionen, die von allen Teammitgliedern und dem Teamlead gelebt werden sollten:

-         Vertrauen

-         Verantwortung übernehmen

-         Verletzlichkeit zeigen

 

Es leuchtet ein, dass für high performing Teams der Freiraum für Fehler, Experimente und Risiken von immenser Bedeutung ist. Ohne diesen Freiraum werden Innovationskraft, Mut und Entscheidungsstärke verkümmern. Und ohne innere Verbundenheit und gegenseitiges Vertrauen wird ein Team – insbesondere unter Druck – keine exzellenten Leistungen abrufen können. Schlimmer noch: fehlen Sicherheit und Vertrauen, führen komplexe Herausforderungen, Termindruck, Konflikte und hohe Arbeitslast unweigerlich zu einer angstvollen Arbeitsatmosphäre aus der die Mitarbeitenden dann irgendwann „aussteigen“. Sei es durch Krankheit, innerer Kündigung oder Wechsel des Teams / Unternehmens. Übrigens ist auch erwiesen, dass (Team-)Lernen in einer angstvollen Arbeitsatmosphäre so gut wie unmöglich ist. Somit ist ohne psychologische Sicherheit auch kein gemeinsames Wachstum möglich!

[#anchor2]Wo steht das Team beim Faktor psychologische Sicherheit?[#anchor2]

Um das heraus zu finden hilft nur eins: Fragen! Am besten systematisch und – sollte euch euer Bauchgefühl sagen, dass es um die Stimmung im Team nicht allzu gut bestellt ist – am besten anonym. Stellt Fragen zu den Themen, die bei euch im Argen liegen, z.B. zu: Fehlerkultur, Konfliktbearbeitung im Team, Akzeptanz von «Andersartigkeit», gegenseitige Unterstützung, gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Lasst euch von «Herrn Google» bei der Formulierung von Fragen inspirieren! Und am besten gleich loslegen, Fragen beantworten und dann zeitnah im Team zusammentragen und diskutieren. Diese Diskussion ist dann bereits der erste wichtige Schritt in Richtung stärkeren Team-Zusammenhalt.

[#anchor3]Mögliche Wege zur Stärkung der psychologischen Sicherheit im Team[#anchor3]

Nach eurer Bestandaufnahme ist es sinnvoll, dass ihr euch die Dimensionen dieses Erfolgsfaktors einzeln vorknöpft. Unterteilt am besten in folgende «Arbeitspakete»:

o  Vertrauen und offene Arbeitsatmosphäre

o  Kultur und gegenseitige Unterstützung und Hilfe

o  Umgang mit Konflikten

o  Gegenseitiges Feedback

o  Rahmenbedingungen

o  Team-Resilienz

 

Je nach euren Erkenntnissen bei der Bestandaufnahme kann es empfehlenswert sein, das Team voten zu lassen, welche Themen mit welcher Prio versehen werden. Entwickelt anschließend gemeinsam Maßnahmen – je kleinteiliger, konkreter und verbindlicher, desto besser! Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor sondern lieber regelmäßig kleine Häppchen, dann seht ihr schnell Erfolge und der Spaßfaktor steigt.

Wichtig: Manchmal wird in diesem Bearbeitungsprozess klar, dass ein wichtiger Hemmschuh der Teamlead ist. Sollte das bei euch der Fall sein, besprecht dieses Thema zunächst ohne eure Führungskraft und überlegt gemeinsam, ob ihr jemand externen als Coach oder Moderator hinzuziehen möchtet.

High performing Teams: Warum psychologische Sicherheit für die Teamentwicklung Pflicht ist

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